Wir forschen im Kontext städtischer und ländlicher, lokaler und regionaler Entwicklung. Die Frage nach der sozialen und räumlichen Organisation der Gesellschaft und dem Zusammenhang zwischen beidem treibt uns dabei an. Fundierte Kenntnisse in planungstheoretischen und soziologischen Zusammenhängen sind die Grundlage, auf der wir uns immer neues Wissen in Themenfeldern wie Baukultur, Energetische Stadtsanierung, Schrumpfung von Städten, Zuwanderung oder Urbanes Grün aneignen. Jedes Gutachten und jede Forschungsarbeit bedeutet Erkenntnisgewinn, der dem nächsten Projekt zugute kommt. Wir bleiben dabei unabhängig und hinterfragen unsere Aufgabenstellungen kritisch.

Unsere Referenzen aus dem Bereich „Forschung & Analyse“

Komplementäre Planungskultur

Sind in der Stadtentwicklung präventive Strategien möglich und denkbar, mit deren Hilfe künftige teure (oft geförderte) „Stadtreparatur“ verhindert werden kann? Wenn ja, wer sind die Akteure solcher Strategien und wie finden, formulieren, realisieren sie ihre Agenda? Welche Entfaltungsmöglichkeiten haben sie? Fragen, die sich um so deutlicher stellen, je lauter überall nach zivilgesellschaftlicher Verantwortungsübernahme für die Stadt gerufen wird. Wie Prozesse gestaltet werden können, in denen alle Beteiligten auf Augenhöhe kooperieren, bleibt trotz aller Absichtsbekundungen oft unklar. Brauchen wir eine „komplementäre Planungskultur“, die geprägt ist von der Übernahme gemeinsamer Verantwortung für die Stadtentwicklung? Was könnten die Bausteine einer solchen Planungskultur sein? Urbanizers untersuchte in einer Reihe von Fallstudien, ob – und wenn ja, wie – die lokalen Akteure Stadt anders machen. Die Ergebnisse werden in einer Publikation aufbereitet, die im Frühjahr 2017 veröffentlicht wird.

Auftraggeber: Wüstenrot Stiftung
Laufzeit: seit August 2013
Zielgruppe: Stadtmacher aus Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft; Fachöffentlichkeit und Interessierte

Unsere Leistungen

Forschungsdesign

Auswahlprozess für zwölf Fallbeispiele

Grundlagenermittlung und Vor-Ort-Untersuchungen

Publikation

Begleitforschung KfW-Programm Energetische Stadtsanierung

Vom Gebäude zum Quartier. Mit diesem Leitsatz startete vor über fünf Jahren das KfW-Förderprogramm 432 „Energetische Stadtsanierung". Der erste Förderbaustein, das „Energetische Quartierskonzept“, beinhaltet Energieeinsparanalysen, Ziele und Umsetzungsstrategien für die CO2-Einsparung auf der Quartiersebene. Mit dem zweiten Förderbaustein, dem Sanierungsmanagement, bekommt die energetische Stadtsanierung ein Gesicht vor Ort. Die Managements sollen die Umsetzung der Konzepte zügig auf den Weg bringen. Die Wege dahin sind so unterschiedlich wie die Quartiere selbst.

Urbanizers übernimmt in Kooperation mit der ARGE EnSa-Q die Begleitforschung zum KfW-Programm 432. Empirische Grundlage bilden die Erfahrungen in den 63 Pilotprojekten mit ihren unterschiedlichen energetischen und sozialen Ausgangslagen. Bestandteile der Forschung sind schriftliche Befragungen, Vor-Ort-Interviews sowie Diskussionsergebnisse aus den verschiedenen Transferveranstaltungen (Workshops und Konferenzen), die die Begleitforschung inhaltlich und organisatorisch vorbereitet und durchführt. Ihre Ergebnisse bereitet die Begleitforschung in Handlungsempfehlungen für den Auftraggeber sowie in Flyern, Broschüren und auf der Website praxisorientiert auf.

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Laufzeit: seit Juli 2013
Zielgruppe: Vertreter aus Kommunen und Bund, Energieversorger, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, Fachöffentlichkeit

Unsere Leistungen

  • Auswertung von 63 Pilotprojekten, davon 12 Stellvertreter-Projekte
  • Fachworkshops mit Vertretern der Pilotprojekte
  • Regionalkonferenzen für die Fachöffentlichkeit
  • Analysen zur Umsetzung und Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Programms
  • Ergebnistransfer: Website, Publikationen, Fachvorträge

Workshop

Kreativ aus der Krise

In vielen schrumpfenden Kommunen wird derzeit über „Erschöpfungsphänomene“ der Demokratie geklagt, angesichts derer die Werkzeuge von Stadtentwicklung und Planung zu versagen scheinen. Es gibt aber auch Regionen, Städte und Gemeinden, in denen Veränderung nicht gedultet sondern als Transformation aktiv gestaltet wird. Spezifische lokale Wissensbestände werden für kreative Experimente in der Stadtentwicklung und für eine Gestaltung des unumgänglichen Wandels fruchtbar gemacht. Ganz unterschiedliche Akteure machen sich lokal auf die Suche nach neuen Optionen. Sie wollen etwas anderes sein als Verwalter des Niedergangs, sie erheben einen Anspruch auf das „gute Leben“ und auf die Gestaltung desselben. Urbanizers hat mit Urban Catalyst Studio und dem Thünen Institut ein diskursives Projektdesign entwickelt, das im Dialog mit den Akteuren Antworten auf die Frage gesucht hat, wie Stadtentwicklung jenseits eines klassischen Wachstumsbegriffs funktionieren kann. Die Analyse von Fallbeispielen und Handlungsfeldern und die Blicke in eine mögliche Zukunft wurden in Form einer Broschüre veröffentlicht.

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Laufzeit: seit Januar 2015
Zielgruppe: Vertreter aus Kommunen, Fachöffentlichkeit, Zivilgesellschaft und Privater Sektor
Projektpartner
: Urban Catalyst Studio, Thünen-Institut für Regionalentwicklung e.V.

Unsere Leistungen

  • Forschungskonzept
  • Expertengespräche
  • Vor-Ort-Untersuchungen
  • Veranstaltungskonzeption und -management
  • Publikation