16 Millionen für Grün

29.11.2018

Anfang November trafen sich in unserem Forschungsprojekt Green Urban Labs Vertreter*innen der Modellvorhaben und des Bundes, die Forschungsassistenz sowie drei Referent*innen aus London, Kopenhagen und Wien in Berlin, um Erfahrungen und Konzepte zu den Themen grüne Infrastruktur, Multicodierung und Klimawandelanpassung auszutauschen.

Frage des Tages: Wie können Städte in Zeiten von Urbanisierung und Klimawandel grün bleiben oder sogar grüner werden? Im Mittelpunkt der drei Themen, wie (nicht) zu erwarten: die Bürger*innen. Sie sind diejenigen, die Grün in der Stadt nutzen und teilweise sogar umsetzen sollen. Aber wie bindet man sie richtig ein? Wie betreibt man grüne Bildungsarbeit? Wie geht man mit Bürger*innen, deren Ideen und Engagement um? Und wie sichert man noch nebenbei städtische Lebensqualität im Sinne der Daseinsvorsorge?

Innovative Ideen gab es viele: auf Stadtspaziergängen und durch Storytelling Grün im wahrsten Sinne des Wortes greifbar machen; bei Regenwasserbewirtschaftung und Naturschutz immer auch die Nutzer*innenperspektive mitdenken und umgekehrt; auf Bürger*innenwünsche eingehen und ihnen Möglichkeitsräume eröffnen; Förderprogramme aufsetzen, durch Pilotprojekte mit gutem Beispiel vorangehen und zeigen, wie die Stadt der Zukunft aussehen kann.

Johanna Gibbons, Landschaftsarchitektin aus London, sagte an einer Stelle sinngemäß: „London hat 16 Mio. Einwohner*innen, die man für Themen und Projekte gewinnen kann. Wenn dies gelingt, wird Grün auch in der Stadtpolitik gestärkt.“

In dem Sinne, liebe Politiker*innen, Verwalter*innen, Planer*innen und Bürger*innen: Redet miteinander!