Energetische Stadtsanierung macht Laune!

Fachtagung am 06. April 2017 in Berlin

Nicht nur das Team der Begleitforschung, sondern auch rund 230 Interessierte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft diskutierten angeregt darüber, wie eine Kultur der energetischen Stadtsanierung entstehen kann.

Professor Dr. Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut erläuterte anhand des Begriffs der transformativen Literacy, dass die umfassende Umgestaltung von Städten im Rahmen der energetischen Stadtsanierung in technologische, ökonomische, kulturelle und institutionelle Bereiche hineinreicht. Macht, Eigenart, Teilhabe, Zeit, Not, natürliche Lebensformen – seine vielen Worte, in 30 Minuten gefasst, machten die Komplexität dieses Wandels deutlich!

Das Team der Begleitforschung referierte im Anschluss über die Ergebnisse des Erfahrungsaustausches mit den 63 Pilotprojekten. Diese zeigen eine umfangreiche Basis zur Weiterentwicklung und Verstetigung des KfW-Programms 432.

Els Struiving aus dem niederländischen Groningen gab Einblicke in die Vor-Ort-Arbeit einer zivilgesellschaftlich organisierten Energieberatung. Um Bewohnerinnen und Bewohner für die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu gewinnen, setzt sie auf die „Pantoffeltechnik“. Ihr Plädoyer des Tages: Bürgerinnen sollten weniger Beteiligungsobjekte, sondern Beteiligungssubjekte sein!

In zwei Podien traf der bunte Akteursmix der energetischen Stadtsanierung aufeinander. Die Diskussionen mit Baudezernenten, Verbandsvertretern, Sanierungsmanagern, Energieunternehmen und Schuldirektoren machten deutlich: Trotz unterschiedlicher Blickwinkel, Klimaschutz geht nur gemeinsam!

Ausblickend unterstrich das BMUB die Bedeutung des Quartiersansatzes für die Umsetzung der Energiewende und kündigte eine weitere Phase der Begleitforschung an.