Gemeinsam für Grün

Ludwigsburg im April: In der ganzen Stadt blühen Narzissen und Tulpen. In der Innenstadt, vor dem Bäcker, am Schloss oder im Gewerbegebiet. Bunt zieren sie gut gepflegte Rasenflächen und vermitteln ein Gefühl von Frühling. „Blühendes Barock“ heißt die Dauergartenschau, die jedes Jahr über 500.000 Besucher*innen nach Ludwigsburg lockt.

Dass es bei „Grün in der Stadt“ aber nicht nur um bunte Pflanzen geht, zeigte der 2. Erfahrungsaustausch der Modellvorhaben im ExWoSt-Forschungsfeld „Green Urban Labs“ zum Thema Zusammenarbeit in der grünen Stadtentwicklung. Das Sportamt, die Wirtschaftsförderung, Stadtplanung, Verkehrsplanung, der Umweltschutz – mehr Grün geht nur, wenn Verwaltung integriert arbeitet. Was aber tun, wenn Flächen gar nicht im öffentlichen Besitz sind? Hier ist die Mitwirkung von privaten Eigentümern gefragt. Wer pflegt, wer unterhält, wer nutzt Grün? Unternehmen, Zivilgesellschaft, Bürger*innen profitieren alle von Grün, denn es erhöht Standort- und Lebensqualität. Bei Pflege und Unterhalt ist das Mitwirken vieler gefragt.

Auf der Erfahrungswerkstatt kam aber auch zur Sprache, dass nicht immer alle an einem Strang ziehen. Vielfältige, teils gegenteilige Interessen durchziehen urbanes Grün. Wie überzeugt man einen Flächeneigentümer davon, dass Grün dem Wohnungsbau vorzuziehen ist? Wie einen Landwirt, dass er Lehrgärten von Schulen pflegt? Wie gewinnt man Anwohner*innen für einen neuen Garten? Und was hält die Verkehrsplanung von Grün, wenn dafür Parkplätze wegfallen?

Mehr Grün in der Stadt ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Die Modellvorhaben zeigen: Es braucht neue Wege und Partnerschaften für Grün in der Stadt.
Also: Bildet Bündnisse – es lohnt sich!