Green Urban Labs: Staatssekretär Adler überreicht Zuwendungsbescheide

Sechs grüne Stadtlabore  starten: Staatssekretär Gunther Adler und Harald Herrmann, Direktor des BBSR, übereichten die Zuwendungsbescheide auf dem 2. Bundeskongress „Grün in der Stadt“. Die Modellvorhaben in Bochum, Halle/Saale, Leipzig, Ludwigsburg, Rostock und  Weinstadt gehören zum ExWoSt-Forschungsfeld „Green Urban Labs“ . Sie erproben in den kommenden drei Jahren innovative Ansätze zur Stärkung des Stadtgrüns. Begleitet werden sie von Urbanizers und gruppe f als Forschungsassistenz. „Loslegen“ heißt die Devise: Bereits am 10. Mai trafen sich die Modellvorhaben in Bochum zur Auftaktwerkstatt.

Gemeinsam für grüne Städte der Zukunft

Beim 2. Bundeskongress „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“ am 8. und 9. Mai 2017 in Essen wurde das Weißbuch „Stadtgrün“ der Fachöffentlichkeit vorgestellt und diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass die Stärkung von Stadtgrün eine breite Kooperation und gemeinsame Anstrengung von Kommunen, Ländern, dem Bund sowie von Akteur:innen aus Zivilgesellschaft und Wirtschaft erfordert. Vertreter:innen dreier Grüner Hauptstädte Europas – Hamburg, Essen und Nijmegen – betonten die Bedeutung von langfristigen, strategischen Ansätzen für den Ausbau des Stadtgrüns und die Steigerung der Lebensqualität in Städten. Ein Gastbeitrag aus Paris illustrierte, wie mit einem politischen Gesamtkonzept vielfältige, kleinteilige Maßnahmen zu einem umfassenden urbanen Begrünungsprogramm zusammengeführt werden können. Der Blick nach Schottland warf den Fokus auf integrierte Ansätze zur Verknüpfung von Grün in der Stadt mit Themenfelder wie Gesundheit, Wirtschaft, Bildung und Umwelt. Dies spiegelt einen Grundkonsens der Debatte im Weißbuchprozess wieder: Stadtgrün wird nicht als Aufgabe verstanden, die in Konkurrenz zu anderen städtischen Handlungsfeldern, wie etwa dem Wohnungsbau, steht, sondern mit diesen zusammen gedacht werden muss.

Die Vorfreude auf den 2. Bundeskongress „Grün in der Stadt“ steigt!

Nach Anmeldeschluss für den 2. Bundeskongress „Grün in der Stadt – Für eine lebenswerte Zukunft“ wird deutlich: das Interesse ist groß! Mit großer Vorfreude blicken wir der kommenden Woche entgegen und sind auf internationale Vorträge aus Schottland und Frankreich sowie die Vorstellung des Weißbuches sehr gespannt! Und für alle, die nicht am Kongress teilnehmen können: Das Weißbuch kann schon bald über die Webseite des BMUB bezogen werden.

Preisverleihung „Menschen und Erfolge 2016“

114 Beiträge wurden 2016 beim Wettbewerb „Menschen und Erfolge“ eingereicht. Seit 2011 sucht das BMUB mit diesem Format erfolgreiches Engagement für die Sicherung und Verbesserung der Infrastrukturversorgung in ländlichen Räumen und stellt es unter www.menschenunderfolge.de der Öffentlichkeit vor. Unter dem Motto „Ländliche Räume: produktiv und innovativ“ widmet sich der Wettbewerb 2016 den wirtschaftlichen Perspektiven für ländliche Räume. Attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze gestalten, regionale Wertschöpfung sichern, Leerstand neu nutzen: Welche engagierten Ideen und welche Innovationen konnten die Jury überzeugen?

Am 12. Juni 2017 findet die Preisverleihung für die von der Jury ausgewählten Projekte statt. Im Rahmen des 11. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik werden insgesamt acht Beiträge der diesjährigen Wettbewerbsrunde von PSt Florian Pronold ausgezeichnet. Hier gibt es das genaue Programm und alle weiteren Informationen zum Kongress.

Energetische Stadtsanierung macht Laune!

Nicht nur das Team der Begleitforschung, sondern auch rund 230 Interessierte aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft diskutierten angeregt darüber, wie eine Kultur der energetischen Stadtsanierung entstehen kann.

Professor Dr. Uwe Schneidewind vom Wuppertal Institut erläuterte anhand des Begriffs der transformativen Literacy, dass die umfassende Umgestaltung von Städten im Rahmen der energetischen Stadtsanierung in technologische, ökonomische, kulturelle und institutionelle Bereiche hineinreicht. Macht, Eigenart, Teilhabe, Zeit, Not, natürliche Lebensformen – seine vielen Worte, in 30 Minuten gefasst, machten die Komplexität dieses Wandels deutlich!

Das Team der Begleitforschung referierte im Anschluss über die Ergebnisse des Erfahrungsaustausches mit den 63 Pilotprojekten. Diese zeigen eine umfangreiche Basis zur Weiterentwicklung und Verstetigung des KfW-Programms 432.

Els Struiving aus dem niederländischen Groningen gab Einblicke in die Vor-Ort-Arbeit einer zivilgesellschaftlich organisierten Energieberatung. Um Bewohner:innen für die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu gewinnen, setzt sie auf die „Pantoffeltechnik“. Ihr Plädoyer des Tages: Bürger:innen sollten weniger Beteiligungsobjekte, sondern Beteiligungssubjekte sein!

In zwei Podien traf der bunte Akteur:innenmix der energetischen Stadtsanierung aufeinander. Die Diskussionen mit Baudezernent:innen, Verbandsvertreter:innen, Sanierungsmanager:innen, Energieunternehmen und Schuldirektor:innen machten deutlich: Trotz unterschiedlicher Blickwinkel, Klimaschutz geht nur gemeinsam!

Ausblickend unterstrich das BMUB die Bedeutung des Quartiersansatzes für die Umsetzung der Energiewende und kündigte eine weitere Phase der Begleitforschung an.

Wir sind online…

Urbanizers kommuniziert – auch digital. Wer oder was ist Urbanizers? An welchen Projekten arbeiten wir derzeit? Diese Fragen und noch mehr möchten wir mit unserer neuen Website beantworten. Dem Online-Gang geht eine lange Reise voraus. Spannende Diskussionen im Team und neue Impulse von außen haben unsere Website Stück für Stück wachsen lassen.