Konzeptentwicklung, Wettbewerb, Bürger- oder Akteursbeteiligung: Wir beraten und unterstützen öffentliche und private Auftraggeber bei der Steuerung von stadtentwicklungspolitischen und städtebaulichen Prozessen. Steuerungsaufgaben nehmen wir vor-, mit- und nachlaufend wahr und gehen dabei ergebnisorientiert, responsiv und flexibel vor. Dabei haben wir die komplexen Wechselwirkungen im Bereich der integrierten und nachhaltigen Stadt- und Regionalentwicklung stets im Blick. Wir stimmen uns initiativ mit dem Auftraggeber ab, wir betreiben ein konstantes Monitoring, und wir gestalten und ermöglichen als Schnittstelle zwischen allen Schlüsselakteuren Kooperation und Teilhabe.

Unsere Referenzen aus dem Bereich „Steuerung & Management“

Qualifizierendes Planungsverfahren

Die südliche Berliner Friedrichstadt holt seit einigen Jahren ihren Entwicklungsrückstand gegenüber den nördlich gelegenen Quartieren der Berliner Mitte auf. Wesentlich für die städtebauliche Neuordnung war Umnutzung der Liegenschaften des Berliner Blumengroßmarktes. Insgesamt sechs Baufelder wurden auf dem Gelände des Blumengroßmarktes in Berlin-Kreuzberg ausgewiesen. Der Liegenschaftsfonds vergab drei davon in einem Konzept- und nicht in einem Höchstpreisverfahren. Die Konzeptentwicklung erfolgte über ein neuartiges qualifizierendes Verfahren (QV). Die endogenen Potenziale des Quartiers vor allem aber die Neunutzung der Blumengroßmarkthalle als jüdische Akademie sollten dabei berücksichtigt werden. Bei der Entwicklung der Konzepte ging es darum kultur- und kreativwirtschaftliche Nutzungen mit einem hohen städtebaulichen und architektonischen Anspruch zu verknüpfen. Urbanizers hat das Format des mehrstufigen Qualifizierungsverfahrens entwickelt, organisiert und moderiert. Insgesamt wurden vier Workshops durchgeführt.

Auftraggeber: Projektgruppe Ex-Blumengroßmarkt (PxB)
Laufzeit: April 2013 bis Mai 2015
Zielgruppe: Fachöffentlichkeit, Bezirk, Bauherr*innen, Bewohner*innen, Medien, Stadtgesellschaft

Unsere Leistungen

  • Organisation, Moderation, Dokumentation des mehrstufigen qualifizierendes Verfahren (QV)
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Unterstützung einer projektbegleitenden Kooperationspartnerschaft
  • Organisation, Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen

Kongress 5 Jahre KfW-Programm “Energetische Stadtsanierung”

„Vom Gebäude zum Quartier“ – mit dieser Zielstellung startete vor über fünf Jahren das KfW-Programm 432 „Energetische Stadtsanierung“. Der Kongress am 21. und 22. Juni 2016 fokussierte politische Positionen aus dem In- und Ausland und reflektierte  Erfahrungen mit dem Programm sowie dessen Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Urbanizers hat als projektleitendes Büro der ARGE EnSa-Q die inhaltlich-fachliche Konzeption, Vorbereitung und Durchführung des Kongresses mit rund 320 Teilnehmer*innen übernommen. Wichtige Punkte waren die Entwicklung einer Gesamtdramaturgie in Verbindung mit einer zielgerichteten Akquise und inhaltlichen Vorbereitung von Referent*innen und Hauptmoderation. Zudem hat die ARGE eigene Kongressbeiträge konzipiert und moderiert. Ein weiterer Baustein war eine Wanderausstellung, die erstmalig auf dem Kongress präsentiert wurde. Diese zeigt Erfahrungen, Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele aus der Umsetzung des KfW-Programms 432. Zur Nachbereitung wurde eine Online-Dokumentation erstellt.

Auftraggeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Laufzeit: März 2016 bis November 2016
Zielgruppe: Fachöffentlichkeit, Politik, Verwaltung, Verbände

Unsere Leistungen

  • Inhaltlich-fachliche Vorbereitung und Durchführung des Kongresses
  • Eigene Vorträge und Moderation von Arbeitsgruppen
  • Konzeption und Umsetzung einer Wanderausstellung
  • Kongressdokumentation

Standortkonferenz zur Entwicklung des ehemaligen MfS-Areals

Un-Ort oder Potenzialgebiet? Im sogenannten MfS-Block in Lichtenberg, der früheren Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), treffen deutsche Zeitgeschichte und deren Aufarbeitung einerseits auf aktuelle städtische Nutzungsansprüche und -bedarfe andererseits. Der Bezirk hat das Areal als besonderen Entwicklungsschwerpunkt innerhalb des Stadtumbau- und Sanierungsgebiets Frankfurter Allee Nord ausgewiesen, aber aufgrund der komplizierten Eigentümer*innenstruktur und der fehlenden Einigung auf ein Gesamtkonzept für die Entwicklung gibt es Funktionsverluste, Leerstand, Sanierungsrückstau und zunehmenden Verfall. Das soll nun anders werden: Mit der Einladung aller öffentlichen Stakeholder zu einer gemeinsamen Standortkonferenz setzte Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher ein deutliches Zeichen für eine abgestimmte Entwicklung. Urbanizers war für Konzept, Durchführung und Moderation der Veranstaltung zuständig. Eine von der STATTBAU als Gebietsbeauftragte entwickelte Ausstellung zur Geschichte und Gegenwart des Areals sowie ein kurzer Rundgang über das Gelände sorgten für die inhaltliche Einstimmung der Beteiligten. In der anschließenden Diskussion wurde bekräftigt, dass das vom Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU), Roland Jahn, vorgestellte Leitbild eines Erinnerungsorts für die Diktatur der DDR und eines lebendigen „Lernortes für Demokratie“ eine gute Perspektive für das Areal aufzeigt. Eine Archiv- und Erinnerungsnutzung alleine kann die Gesamtnutzfläche von 175.000 qm nicht füllen. Welche Kultur- und Bildungseinrichtungen hier einen Platz finden können und welche Rolle gewerbliche Nutzungen spielen können, soll in den nächsten Arbeitsschritten ab Anfang 2018 geklärt werden.

Auftraggeber: Bezirksamt Lichtenberg, Berlin
Laufzeit: seit Juni 2017
Zielgruppe: Stakeholder von Bund, Senat und Bezirk
Projektpartner: STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH

Unsere Leistungen

  • Konzeptionierung
  • Organisation
  • Durchführung und Moderation
  • Dokumentation
CC/ Gabriele Heinzel