Die gesellschaftlichen und technologischen Veränderungen, die sich in den letzten Jahren rapide beschleunigt haben, prägen auch unsere Städte und Gemeinden. Die Digitalisierung ist sowohl Treiber dieser Wandlungsprozesse als auch kraftvolles Werkzeug, um die langfristigen Veränderungen ebenso wie disruptive Ereignisse auf der lokalen Ebene und in überregionalen Netzwerken bewältigen zu können. Gemeinsam mit den Mitgliedern der Nationalen Dialogplattform Smart Cities 3.0, die wir in Kooperation mit City & Bits betreuten, haben wir die „Leitlinien für die Entwicklung resilienter Städte im digitalen Zeitalter“ entwickelt.

Die Dialogplattform Smart Cities wurde 2016 von der Bundesregierung zur Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung ins Leben gerufen. Sie hatte zum Ziel, Handlungsempfehlungen dazu zu erarbeiten, wie die digitale Transformation nachhaltig, gemeinwohlorientiert und im Sinne der integrierten Stadtentwicklung gestaltet werden kann. Das Leitthema der dritten Phase lautete „Beschleunigter Wandel und Resilienz“. Mit dabei waren circa 80 Expert:innen aus Städten, Kreisen und Gemeinden, Vertreter:innen der kommunalen Spitzenverbände, der Länder und verschiedener Bundesressorts, aus Wissenschaftsorganisationen, Wirtschafts- und Sozialverbänden sowie der Zivilgesellschaft. Als Ergebnis der interdisziplinären Zusammenarbeit liefern die Leitlinien Handlungsansätze zur Bewältigung der Klimakrise sowie zur Sicherung der Daseinsvorsorge durch digitale Dienste. Sie helfen Kommunen dabei, smarte Stadtentwicklung vorausschauend und adaptiv zu betreiben und digitale Technologien als Wegbereiter zur Erreichung der Klimaziele zu nutzen. Darüber hinaus benennen sie Informationssicherheit und Datenschutz als Schlüsselfaktoren für Resilienz in Planung und Bau sowie ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit als Messlatte für digitale Dienstleistungen im Konzern Kommune.

Im Projektverlauf konzipierten, organisierten und moderierten wir insgesamt zwei Fachworkshops und drei größer angelegte Veranstaltungen mit Exkursionen. Ein zentrales Augenmerk unserer Arbeit lag zudem auf der inhaltlichen und organisatorischen Betreuung des redaktionellen Prozesses für die Leitlinien. Diese erweiterten wir um Best Practice sowie Fachbeiträge von Expert:innen und dokumentierten sie in einer Publikation. In unserem Fachbeitrag „Raum und Resilienz – Warum integrierte Stadtentwicklung digitalisierte Stadtentwicklung ist“ beziehen wir selbst Stellung zum Thema. Darüber hinaus konzipierten und produzierten wir zwei Podcast-Folgen zu den Themen „Digitalisierung und Klimaresilienz“ sowie „Digitale Daseinsvorsorge“.

Mehr zur Nationalen Dialogplattform Smart Cities finden Sie hier.

Im Auftrag von: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung

Laufzeit: 2022 bis 2023