Forschungsauftrag war die interdisziplinäre Suche nach Anstößen, Impulsen und formellen wie informellen Organisationsstrukturen des Zusammenwirkens von zivilgesellschaftlichen und staatlichen Akteuren in der Stadtentwicklung. Anhand von zehn Fallstudien in Deutschland sowie je einer Fallstudie in den Niederlanden und in Österreich hat Urbanizers Beispiele einer Stadtentwicklungspraxis untersucht, deren Prozesse sich nicht einfach in top-down und bottom-up einordnen lassen. „Komplementäre Planungskultur“ war der Arbeitstitel des Forschungsprojektes, der zum Ausdruck bringen sollte, dass die unterschiedlichen Beteiligten an solchen Projekten selbst bei Gegensätzlichkeit zusammengehörige Teile eines Ganzen sind, die sich ergänzen – und im Idealfall gemeinsam Verantwortung für das Stück Stadt, um das es geht, übernehmen.

Stadtmachen ist die kreative Neuerfindung oder der Umbau konkreter Orte – seien es Flusslandschaften, Verbindungstrassen oder ganze Quartiere. Stadtmachen braucht Gespür für unterschiedliche Zeitperspektiven und Planungsgeschwindigkeiten, braucht Tempo, um Prozesse anzuschieben, und Ruhe für fundierte Fachplanung. Stadtmachen braucht Engagement, Mut zum unternehmerischen Handeln, einen Blick auf Chancen und die Überzeugungskraft, Ressourcen zu mobilisieren.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts sind jetzt in Buchform erschienen. Bildreiche Darstellungen der Praxisbeispiele verbinden sich mit Portraits von „Stadtmacher-Typen“ sowie reflektierenden Essays. Ohne eine Arbeitshilfe sein zu wollen, liefert die Publikation zahlreiche Anregungen für lokale Akteure, Stadt anders zu machen.

Das Buch kann bei der Wüstenrot Stiftung kostenfrei bestellt werden.

 

Auftraggeber: Wüstenrot Stiftung
Laufzeit: August 2013 - Juli 2017
Zielgruppe: Stadtmacher aus Kommunen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Fachöffentlichkeit und Interessierte

Unsere Leistungen

Forschungsdesign

Auswahlprozess für zwölf Fallbeispiele

Grundlagenermittlung, Vor-Ort-Untersuchungen, Auswertung

Konzept und Umsetzung der Publikation