Die Rotklinkersiedlung, umgangssprachlich auch „Gummiinsel“, entstand in den 1930er Jahren als „Notquartier“. Heute ist das Ensemble ein Kulturdenkmal. Das gilt nicht nur für die Reihenhäuser in Schlichtbauweise, die derzeit entlang sozialer, denkmalpflegerischer und energetischer Gesichtspunkte saniert werden, sondern auch für den Freiraum.

Urbanizers erarbeitete mit Unterstützung des Landschaftsarchitekturbüros birke zimmermann ein Grünflächennutzungs- und Freiflächenkonzept für etwa 11.000 m2 Grün- und Fußwegeflächen. Dabei ging es nicht zuletzt darum, individuelle und gemeinschaftliche Bedarfe und Wünsche der Bewohner:innen zu eruieren und sie mit der Freiraumgestaltung zu verknüpfen. Denn nur wenn eine weitestmögliche Akzeptanz für das Konzept erreicht wird, sind nachhaltige Regelungen und die Beteiligung der Nutzer:innen auch an der Pflege von Grünflächen möglich. Daher wurde der Prozess der Konzeptentwicklung mit einer Reihe von Beteiligungsformaten vor Ort verknüpft: Mit Anwohner:innenfragebögen, Zielgruppeninterviews, aufsuchender Beteiligung und Workshops wurden die verschiedenen Ansprüche an den Grünraum ermittelt. Weiterhin spielten Aspekte des Denkmalschutzes und die Geschichte des Ortes eine besondere Rolle bei der Erstellung des Konzeptes. Neben einem Konzept zur Umstrukturierung der Freiflächen und Durchwegungen wurden Nutzungsvereinbarungen für den Umgang und die Instandhaltung des Grünraums ausgehandelt.

Auftraggeberin: Universitätsstadt Gießen
Laufzeit: Juni 2019 bis Juni 2020
Kooperationspartner: birke zimmermann lanschaftsarchitekten
Zielgruppe: Anwohner:innen, Wohnbau Gießen, Stadtverwaltung Gießen, kulturelle Träger vor Ort

 

Unsere Leistungen

  • Grundlagenermittlung und Bestandsanalyse
  • Stärken- und Schwächenanalyse der planerischen und sozialräumlichen Parameter
  • Partizipative Bedarfsermittlung
  • Interviews, Gartenzaungespräche und Workshops
  • Freiflächenkonzept in Kooperation
  • Öffentliche Konzeptpräsentation
  • Umsetzungsempfehlungen