Rahmenplanung Tuniberg – Zukunft gemeinsam gestalten

Der Tuniberg ist ein besonderes Stück Freiburg: Zwar wurden die vier Ortschaften Waltershofen, Opfingen, Tiengen und Munzingen schon 1971 eingemeindet, aber bis heute wird ihre Identität durch dörfliche Strukturen und Landwirtschaft geprägt. Der Perspektivplan, die Vision für Freiburgs künftige Entwicklung, hat die Entwicklungspotenziale des Tunibergs benannt. Dabei geht es nicht nur um neuen Wohnraum, sondern auch um Gewerbeflächen, Naherholung, soziale Infrastruktur und Hochwasserschutz. Ein Rahmenplan soll nun bauliche, freiraumbezogene und infrastrukturelle Entwicklungen zusammenführen. Da zu den größten Stärken der Tuniberg-Ortschaften ihre engagierte und aktive Bevölkerung gehört, ist die Rahmenplanung partizipativ angelegt: Seit Ende 2019 entstanden in mehreren Werkstätten, in offenen Bürger:innendialogen am Bänkle und in einem großen Forum am 29. Oktober 2019 Leitlinien, die Eingang in ein räumliches Leitbild fanden. Ab Frühjahr 2021 folgt dann die Flächenanalyse sowie die Erarbeitung von Strukturkonzepten.

Urbanizers gestaltet den Beteiligungsprozess für die Rahmenplanung Tuniberg. Dafür haben wir ein Konzept mit aufeinander aufbauenden Formaten entwickelt, die der umfassenden Information, aber auch der Konsultation von Bewohner:innen der Ortschaft, Nutzer:innen der unterschiedlichen Möglichkeiten am Tuniberg und Ortschaftsräten dienen. Je mehr lokale Expertise in die Rahmenplanung einfließt, desto besser kann das Ergebnis für die zukünftige Planung der Tuniberg-Ortschaften genutzt werden. Das ist auch deswegen wichtig, weil Freiburg parallel den Flächennutzungsplan 2040 aufstellt und auch in diesem Planungsinstrument Aussagen zum Tuniberg getroffen werden. Pandemiebedingt mussten die Formate 2020 zunächst verschoben und Anfang 2021 ins Digitale übersetzt werden.

Im Auftrag von: Stadt Freiburg im Breisgau
Laufzeit: seit April 2019
Zielgruppen: Akteur:innen und Expert:innen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Kommunalpolitik

Unsere Leistungen

  • Konzeptionelle Mitgestaltung des Beteiligungsprozesses
  • Entwicklung einzelner Veranstaltungsformate
  • Vorbereitung, Durchführung, Moderation und Nachbereitung von Werkstätten einer Begleitgruppe und öffentlichen Foren
  • Konzeption und Durchführung von Planungsspaziergängen durch die Ortschaften ("Erkundungen")
  • Konzeption und Durchführung von Bürger:innendialogen „am Bänkle“
  • Entwicklung von digitalen Arbeitspapieren und Online-Partizipationsbausteinen
  • Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit

Strategien der Innenentwicklung in Kleinstädten

Innenentwicklung hat Vorrang vor Außenentwicklung – diesem Grundsatz mag wohl kaum eine:r widersprechen. Schließlich ist Innenentwicklung ein zentraler Ansatzpunkt für nachhaltige Städte. Aber die Praxis sieht vielerorts immer noch anders aus – nicht nur aber auch in kleineren Städten und Gemeinden.

In einem Forschungsprojekt beschäftigte sich Urbanizers in Kooperation mit der TU Kaiserlautern mit Strategien der Innenentwicklung. Konkret ging es um die Frage, wie die Innenentwicklung in schrumpfenden und sich stabilisierenden Kleinstädten gezielt gestärkt werden kann. Das Ziel der Strategien ist der Erhalt dieser als lebendige und nutzungsgemischte Wohn- und Versorgungsstandorte.

Bei diesem Vorhaben gingen wir von einer Eigenlogik der Kleinstadt aus. Gerade unter der Zielstellung „Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse“ ist das spezifisch Kleinstädtische ernst zu nehmen und Innenentwicklung an endogene Potenziale der Kleinstadt anzuknüpfen.

Die Ergebnisse des Forschungsprojekts wurden in einer Arbeitshilfe aufbereitet. Diese soll den kommunalen Praktiker:innen vielfältige Anregungen und Hilfestellung dabei geben, „ihre“ Strategie der Innenentwicklung zu formulieren und umzusetzen.

Erkenntnisse des Projekts werden in andere Projekte der Kleinstadtforschung weitergetragen. So zum Beispiel in das Projekt "Pilotphase Kleinstadtakademie".

 

Im Auftrag von: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Bundesministerium des Inneren (BMI)
In Kooperation mit: Technische Universität Kaiserslautern, Fachgebiet Stadtumbau und Ortserneuerung
Laufzeit: Januar 2018 - Februar 2020
Zielgruppen: Kommunen, Fachöffentlichkeit

Unsere Leistungen

Wettbewerb „Menschen und Erfolge“

Bürgerbus und Dorfladen, Sprachkurs für Geflüchtete und inklusives Wohnprojekt, mobiles Bürgeramt und Sanierung des Dorfgemeinschafshauses in Eigenregie – das sind nur einige Beispiele für kreative Ideen und Ansätze zur Stärkung ländlicher Räume. Innovative Beiträge dieser Art, die entscheidend zum Erhalt und Ausbau der Lebensqualität in kleinen Städten und Gemeinden beitragen, spürt der Wettbewerb „Menschen und Erfolge“ auf. Auslober ist das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gemeinsam mit acht Partner:innen. Urbanizers war von 2010-2013 und von 2015-2017 für Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs verantwortlich. Zu den Aufgaben als Wettbewerbsbüro gehörten die Vorprüfung der Beiträge, Öffentlichkeitsarbeit und wissenschaftliche Auswertung.

Im Auftrag von: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB), Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Laufzeit:
2010 bis 2013 und 2015 bis 2017
Zielgruppen: Kommunen, Verbände, Initiativen, Unternehmen und Einzelpersonen, die sich für die Entwicklung ländlicher Räume engagieren
Projekthomepage: www.menschenunderfolge.de

Unsere Leistungen

  • Inhaltliche Konzeption und organisatorische Durchführung des Wettbewerbs
  • Wissenschaftliche Auswertung
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Dokumentation