High & Low

Wer ist oben? Was ist unten? Wo ist vorne?

Das war das Thema des Digital Bauhaus Summit in Weimar am 8. und 9. Juni 2018. „Irritierend virulent“ ist das Spannungsfeld von high und low nach Meinung der Veranstalter nicht zuletzt auch in den Debatten um Partizipation in der Stadtentwicklung. Marie Neumüllers ging in einem Vortrag dem Antagonismus von Top-down und bottom-up sowie der Frage nach, welche Rolle die allgegenwärtige Digitalisierung in diesem Zusammenhang spielt.

Engagement im Kiez: Kracauer Platz

Zur Not würden wir auch Unkraut zupfen oder Blumen gießen. Vor allem aber haben wir die Paula-Fürst-Gemeinschaftsschule in Charlottenburg immer wieder unterstützt, wenn es um die Beantragung von Fördermitteln oder den Abschluss einer Pflegevereinbarung mit dem Grünflächenamt ging. Denn dass Schülerinnen und Schüler auf einem öffentlichen Platz ein Beet pflegen und temporär auch eine hölzerne Plattform zu Austausch, Bespielung oder einfach zum Chillen einlud, finden wir toll. Schule gehört in den Kiez.

Große Herausforderungen für kleine Städte?

Innenentwicklung hat Vorrang vor Außenentwicklung– im planerischen Fachdiskurs mag diesem Grundsatz kaum einer widersprechen. Die Praxis sieht aber vielerorts anders aus. In einem Forschungsprojekt untersucht Urbanizers zusammen mit der TU Kaiserslautern, wie Innenentwicklung als strategischer Ansatz genutzt werden kann, um Kleinstädte - vornehmlich in ländlichen Räumen - als lebendige Orte des Wohnen, Lebens und Arbeitens zu erhalten. Über erste Ergebnisse aus dem Projekt berichteten Corinna Kennel (Urbanizers) und Dr. Tom Fischer (TU Kaiserslautern) auf der Fachtagung Stadterneuerung in Klein- und Mittelstädten am 22. Juni 2018.

Fachgespräch „Stadtgesellschaftlicher Dialog“ im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik

Als Fachfrau für Bürgerbeteiligung war Marie Neumüllers Teilnehmerin eines Fachgesprächs, bei dem zwölf Expert*innen aus der Praxis, aus der Wissenschaft und aus Verbänden darüber diskutierten, wie ein stadtgesellschaftlicher Diskurs über Migration, Integration und Diversität aussehen könne. Zur Rolle und zu den Aufgaben der unterschiedlichen Akteure aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik gab es unter den Beteiligten durchaus unterschiedliche Meinungen. Urbanizers erfahren zur Zeit in zahlreichen Partizipationsprozessen, dass es vor allem auf eine klare Haltung und auf die Vermittlung von Grundwerten einer inklusiven Gesellschaft ankommt.

Stadt machen – Was bedeutet das für angehende Planer?

Ein Stück Stadt gemeinschaftlich gestalten –Projekte, die sich dieses Prinzip zu eigen gemacht haben, hat Urbanizers im Buch Stadt machen untersucht. Mit-Autorin Corinna Kennel hat das Buch im Seminar „Städtebau und Baukultur“ an der TU Berlin vorgestellt. Angeregt diskutierten Studierende der Studiengänge Stadt- und Regionalplanung sowie Urban Design über die verschiedenen Qualitäten, die Stadtmacher-Projekte hervorbringen und stellten sich die Frage, welche Kompetenzen angehende Stadtentwickler sich aneignen müssen, um auf veränderte Planungskulturen reagieren zu können.