Einblicke

Was heißt es, Stadt zu gestalten?

Es ist der Abend des 6. Mai 2026. In der Malzfabrik im Berliner Bezirk Tempelhof beginnt der 4. Bundeskongress „Grün in der Stadt. Im Publikum sitze ich, schon vor meinem eigentlichen Vertragsbeginn, und darf heute und am kommenden Tag einen ersten Eindruck von meinem neuen Praktikumsplatz gewinnen.

Zwei Wochen später geht es dann los: Ich dokumentiere die Ergebnisse des Kongresses ausführlich, komoderiere bei Beteiligungsveranstaltungen und begleite ein Wettbewerbsverfahren für Kleinstädte von Beginn an. In diesem Kontext entsteht auch meine erste Karte, die ich jemals außerhalb von Uni-Projekten erstellt habe. Sie stellt die 38 Bewerber-Städte dar und auch wenn sie nicht allzu aufwändig war, bin ich stolz darauf, meine geographischen Kompetenzen, einbringen zu können

Mit Karten beschäftige ich mich auch in meinem Praktikumsbericht. Ich führe eine Umfrage sowie Interviews mit meinen Kolleg:innen durch, um die Frage zu beantworten, inwiefern man Karten in Projekten des Unternehmens stärker nutzen kann. Bei meiner Recherche zu „Participatory Mapping“ lerne ich, dass kollektiv erstellte Karten Planungsverfahren und politische Entscheidungsprozesse massiv bereichern können.

Meine größte Erkenntnis finde ich jedoch darin, dass Karten an sich noch keine nachhaltige Stadtentwicklung garantieren. Nach meinem Austausch mit Fachexpert:innen auf dem Bundeskongress, den Koordinierungsgesprächen mit den Gewinner:innen des Kleinstadtwettbewerbs und diversen Veranstaltungen, auf denen meine Kolleg:innen moderieren, ist mir klar: Die Fähigkeit, Stadt zu gestalten, ist eng an unsere Fähigkeit gebunden, zu sprechen. Wer also Lust hat, sprechend Städte zu gestalten, ist bei der Urbanizers eG richtig aufgehoben. :^)

© Bild 1: Fred Ferschke, 4. Bundeskongress „Grün in der Stadt
© Bild 2: Lukas Höhne, Kartierung und Kleinstadt Labore

– Lukas Höhne, 05.10.2026